Silvia Müller

Praxis für Hundephysiotherapie

mit Unterwasserlaufband für Hunde

Boschring 8, 63329 Egelsbach (Hessen) Tel.:0177-4445550

 

 

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Die Untersuchung des Hundes, bzw. der hundekrankengymnastische Befund

Der Befund den der Hundephysiotherapeut beim ersten Besuch des neuen Hundepatienten aufnimmt ist ein wichtiges Kriterium für die eigentliche Behandlung. Es besteht zwar oft eine tierärztliche Diagnose aber weitere, für den Therapeuten und die Behandlung relevante Dinge, müssen durch den Befund abgeklärt werden. Das Behandlungsziel (Nah- und Fernziel) wird dann durch die Auswertung erstellt. Regelmäßige Kontrollen erfordern spätere Aktualisierungen im Behandlungsplan.

Im Folgenden finden Sie eine gekürzte Zusammenfassung des Befundes:

Ad(=In)spektion in Ruhe und Tastbefund :

Der Hund wird im Stand und im Sitz von der Seite, von vorne und hinten beurteilt . Die Kopf- und Wirbelsäulenhaltung, die Stellung der Gliedmaßen, das Gewicht in Relation zur Größe, die Muskulatur und der Zustand von Fell, Haut und Krallen wird beurteilt. Weiterhin wird der jetzige Bewusstseinszustand des Vierbeiners betrachtet. Ist der Hund apathisch, aufmerksam, temperamentvoll, ängstlich, zurückhaltend oder auffallend ruhig?

Für den Therapeuten sind die Gelenke, die Muskulatur, die Knochen und die Haut- und Fellbeschaffenheit aussagekräftige Komponenten. Auch die Schmerzlage des Hundes ist von Bedeutung. Zeigt er Berührungsempfindlichkeiten in bestimmten Körperregionen? 

In der Gangbildbeurteilung wird der Hund in verschiedenen Gangarten beurteilt. Beobachtet werden der Bewegungsablauf, Ausweichmechanismen und Lahmheiten, sowie Koordination und  Gleichgewichtssinn des Hundes. Interessant sind die Stellungen im Sitz und Platz und die jeweiligen Transferbewegungen.

Bei der Gelenkuntersuchung

wird das Bewegungsausmaß erfasst. Geachtet wird auch auf Schmerzen des Hundes,  Schwellungen der Gelenke und auf sogenannte Krepitationen  (Bewegungsgeräusche).

zusätzliche Befunderhebungen

Leidet der Hund unter einer Erkrankung der Nerven (z.B. Bandscheibenvorfall) wird zusätzlich ein neurologischer Befund erhoben. Hierbei werden die Koordination, die Reflexe und die Sensibilität beurteilt. Ein Atembefund wird dann durchgeführt, wenn der Hund eine Herz- oder Lungenerkrankung hat. Atemrhythmus, Atemfrequenz, Körperhaltung und Atemgeräusche sind relevante Punkte.

Der letzte Punkt im Befund ist die Besprechung der Versorgung des Hundes mit Hilfsmitteln. Dies können ein Tragegurt, Brustgeschirr, Einstiegshilfe fürs Auto, ein Rollstuhl, oder eine Futternapferhöhung sein. Sollte noch keine Hilfsmittelversorgung vom Hundebesitzer eingesetzt werden, helfen dahingehend wertvolle Tipps des Therapeuten das Leben des Hundes qualitativ zu verbessern.